Was war das gestern für ein Tag. Erst haben mich um kurz vor 8 Uhr die beiden Junioren geweckt, weil sie meinten mit lautem Türenkrachen in der Wohnung herum zu marschieren. Dann kam noch Gekichere und Gespiele dazu, so dass also an Schlafen nicht mehr zu denken war.
Nun gut, gegen 9 uhr sind sie dann ins Schlafzimmer zum Kuscheln gekommen. Gegen 9.45 Uhr habe ich mich dann aus dem Bett gequält und habe Frühstück gemacht.
Nach dem Frühstück und einem ernsten Gespräch habe ich mich dann mal ein(e)
wenig halbe Stunde mit den Jungs im Bad verbracht, um ihnen mal wieder zu zeigen, wie sich das mit dem täglichen Waschen und Zähneputzen so verhält. Anschließend haben sie sich dann zum ersten Mal selbst die Haar mit Gel gestylt, damit sie das dann auch mal können.
Tja, so dachte ich, dass der Tag doch recht ruhig weiter gehen wird.
Mit Blick auf die beiden prall gefüllten Wäschekörbe mit Bügelwäsche habe ich mich dann doch aufgerafft, diese mal zu leeren. Doch, zuvor hat mich Herr Liebling noch in die Stadt entführt und mir dort eine Dampfbügelstation und ein neues Bügelbrett gekauft.
Bevor wir jedoch in die Stadt fuhren, habe ich
mal wieder in den Zimmern der Junioren dafür gesorgt, dass sie auch genügend aufzuräumen haben, besser gesagt, dass sie das auch finden, was sie aufräumen sollten. Habe es in die Mitte des Zimmers verfrachtet, so dass alles frei zugänglich war ;-)
Beide wussten auch über die Konsequenz Bescheid, wenn sie sich nicht an die abgesprochene Zeit halten würden.
Leider war einer der Junioren der Meinung, ihn müssten diese Konsequenzen nicht interessieren. Doch, damit lag er falsch, denn dann hat Herr Liebling aufgeräumt - und wenn das passiert, dann hat das böööööse Folgen. Weil, das heißt Müllbeutel auf - auf dem Boden liegende Sachen rein - Müllbeutel zu. Und, da ist es egal, was da auf dem Boden liegt, bzw. lag. Es landete alles im großen blauen Sack.
Und Mama zerriß es fast das Herz, weil sie wußte, was da alles auf dem Boden lag.
Doch, ich erinnerte mich dann an den Artikel, den ich am Morgen
Frau Ami gelesen hatte.Und, mir wurde bewußt, dass es hier keinen Erfolg bringen würde, wenn ich es jetzt an Konsequenz mangeln lassen würde.
Wir wissen alle, dass Kinder Kinder sind und auch sein sollen. Sie sollen auch mal Dummheiten machen dürfen. Aber, wir wissen auch, dass Kinder immer wieder nach Grenzen "schreien". Welche Folgen es haben kann, wenn Kindern keine Grenzen gesetzt werden und sie inkonsequent erzogen werden, dass kann man immer wieder bei der "Supernanny" und ähnlichen Fernsehsendungen sehen.
Ich persönlich finde es schlimm mit ansehen zu müssen, wenn Kinder mehr oder weniger den Bach runter gehen, weil sie ohne Konsequenz erzogen werden.
Doch was heißt Konsequenz?
Heißt das Prügelstrafe?
Heißt das Liebesentzug?
Ist Konsequenz ein Zeichen für mangelnde Liebe?
Im Gegenteil.
Ich muss in einer solchen Situation immer wieder an Text aus der Bibel denken, wo es heißt, dass wer sein Kind liebt es auch in Zucht nimmt.
Was ist mit dieser Zucht gemeint?
Es ist die liebevolle Ermahnung und Erziehung, die zum Teil auch mit Konsequenzen für nicht eingehaltene Familienregeln einhergeht.
Doch heißt das, dass Eltern freie Hand haben? Nein, auch das heißt es nicht, denn ein weiterer Bibeltext sagt uns, dass wir unsere Kinder nicht zum Zorn reizen sollen, damit sie nicht mutlos werden.
Uns gelingt es logischerweise nicht immer, in Ruhe und Geduld mit den Kindern umzugehen. Doch ich habe mir angewöhnt, wenn ich einen Fehler gemacht habe, dass ich mich dann auch bei meinen Jungs entschuldige. Denn, nichts ist schlimmer, als zu feige zu sein, einen Fehler zuzugeben.
Auch in dieser Hinsicht ist es unsere Aufgabe als Eltern, mit gutem Beispiel voran zu gehen.
Und das werde ich mich weiterhin bemühen.